Herzlich Willkommen auf den Seiten der Freiwilligen Feuerwehr Martinsthal e.V.

 

Nachdem nun die Festlichkeiten beendet sind, hat die örtliche Presse (Rheingau-Echo) am 12.05.2016, einen sehr lesenswerten Artikel hierüber veröffentlicht:

          Vor 50 Jahren die erste Schülerfeuerwehr im Rheingau         

Bei der Akademischen Feier blickte die Martinsthaler Feuerwehr zurück / Zahlreiche Ehrungen

Martinsthal. (chk) – „Ein deutsches Dorf hat die beste Feuerwehr der Welt.“ Bei dieser Zeitungsnachricht vom 12. September 1966 ging es nicht um die Martinsthaler Feuerwehr, sondern um die Freiwillige Feuerwehr von Diedenbergen, die gerade den internationalen Feuerwehrwettkampf gewonnen hatte. Der damalige Wehrführer von Martinsthal, Walter Gehrig, nutzte aber genau diese Meldung für sein Anliegen, eine Jugendfeuerwehr zu gründen, zu einer Zeit, als es noch kaum eine Jugendfeuerwehr in der Region gab. Damals hieß der Wehrführer noch Ortsbrandmeister und die Jugendfeuerwehr wurde als Schülerfeuerwehr bezeichnet.

„Einwohner von Martinsthal! Könnte das nicht unsere Wehr sein? Doch, bestimmt! Aber nur, wenn Sie oder Ihre Söhne beim aktiven Dienst in unserer Feuerwehr mitmachen würden“, schrieb Gehrig auf einen Aushang unter dem Zeitungsartikel. Es folgte die Aufforderung zur Anmeldung am 22. September 1966 im Feuerwehrraum der Schule. Ausdrücklich forderte er auf, auch Söhne ab zehn Jahren für die Schülerfeuerwehr anzumelden. Darüber hinaus warb er auch in den Schulen für die geplante Schülerfeuerwehr. Und damit auch niemand den Termin vergessen konnte, ließ er just am Abend des 22. September die Martinsthaler Sirene testen. Sein Plan ging auf, und die erste Schülerfeuerwehr im Rheingau wurde gegründet.

An diese Episode erinnerte Walter Gehrigs Sohn Hermann, der heutige Wehrführer von Martinsthal, als er die Gäste, Ehrengäste und den Schirmherr der Jubiläumsfeier, Matthias Haas, zur Akademischen Feier anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr im Gerätehaus begrüßte und durch das Programm führte, das vor allem von Ehrungen geprägt war. Gleich der erste „Akt“ galt der Jugendfeuerwehr und zwar der Übernahme von drei volljährigen Mitglieder aus der Jugendabteilung in die Einsatzabteilung: Olivia Vomberg, Luca Sattler und Marvin Sabou. Außerdem wurde der 18-jährige Kazim Ali, ein Flüchtling aus Afghanistan, in die Einsatzabteilung aufgenommen. „Er lebt seit zwei Monaten in Martinsthal, und wir hoffen, dass er bei uns ein bisschen die Familie wiederfindet, die er im Krieg und auf der Flucht verloren hat“, sagte Hermann Gehrig.

Dazu begrüßte er Kreisjugendfeuerwehrwart Benjamin Schaich und seinen Stellvertreter Marc Kremer auf der Bühne, die ein Grußwort sprachen und Jugendfeuerwehrwart Christopher Strelow und Stellvertreter Mathias Schlink ein Präsent und den Ehrenteller des Kreisfeuerwehrverbands Rheingau überreichten. Grußworte sprachen auch der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch, die Landtagsabgeordnete Petra Müller-Klepper, Landrat Burkhard Albers, Bürgermeister Patrick Kunkel, Martinsthals neuer Ortsvorsteher Hartmut Gläser und Stadtbrandinspektor Hans-Peter Korn. Sie alle lobten die Pionierarbeit von „Gründungsvater“ Walter Gehrig, dem später weitere Feuerwehren mit Gründung einer Schüler- oder Jugendfeuerwehr folgten, und alle waren sich einig, dass die Jugendfeuerwehrleute der Beweis dafür sind, dass die Jugend von heute keineswegs eine „Null-Bock-Generation“ sei und große Freude an der Gemeinschaft und am Einsatz für andere zeige. In diesem Zusammenhang dankte Kunkel auch den Kreisjugendfeuerwarten Schaich und Kremer für ihr umfassendes Engagement im ganzen Rheingau. Musikalisch umrahmt und aufgelockert wurde die Akademische Feier durch den Musiker und Sänger Friedel Anschau, der auch für die Grußwortredner und ihre Geldgeschenke spontan pfiffige kleine Liedchen textete.

Mit der Überreichung des Silbernen Brandschutzehrenzeichen am Bande an Mathias Göttlinger eröffnete Landrat Burkhard Albers die lange Reihe der Ehrungen an diesem Abend. Diese Auszeichnung überreichte er im Auftrag des Hessischen Ministerpräsidenten. Stadtbrandinspektor Hans-Peter Korn und sein Stellvertreter Roland Dörre verliehen das Ehrenkreuz in Gold des Nassauischen Feuerwehrverbands für hervorragende Dienste in der Einsatzabteilung und in der Nachwuchsarbeit an Wolfang Ernst, Bernd Köninger und Hans Josef Lotz. Die Ehrenmedaille in Gold überreichten sie Hermann Gehrig und die Ehrenmedaille in Silber ging an Daniel Ernst und Mathias Schlink.

Für besondere Verdienste geehrt wurden auch Wolfgang Ernst und Markus Ernst. Für 50 Jahre Mitgliedschaft im Feuerwehrverein ehrte Wehrführer Hermann Gehrig vier Vereinsmitglieder: Guido Arnold, Hans Hegebart, Willi Klein und Bernd Köninger. Die finanzielle Unterstützung durch nur 12 Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr sei für die Freiwillige Feuerwehr eine wertvolle Unterstützung, die bei 200 Mitgliedern nicht zu unterschätzen sei, betonte Gehrig.

Der Abend wurde auch genutzt um Beförderungen innerhalb der Einsatzabteilung auszusprechen. Befördert wurden Franziska Arnold, Steffen Biehl und Christopher Strelow. Bürgermeister Kunkel und Stadtbrandinspektor Hans-Peter Korn überreichten außerdem Mathias Göttlinger seine Urkunde zur erneuten Ernennung zum stellvertretenden Wehrführer.

Auf die Bühne gebeten wurden auch alle bisherigen Jugendfeuerwarte aus einem halben Jahrhundert. Bis auf Franz Schäfer, der nicht mehr lebt, und Christopher Schwarz, der nicht anwesend sein konnte, waren sie alle vollzählig: Wilfried Klein, Horst Böcher, Alfred Kopp, Clemens Diehl, Wolfgang Ernst, Markus Ernst, Mathias Göttlinger, Thorsten Löw, Christopher Strelow und Matthias Schlink. Nach dem offiziellen Teil fand das dreitägige Fest einen lockeren und fröhlichen Ausklang im und vor dem Gerätehaus.

Fotos:

(1) Ein großer Augenblick für die Mitglieder der Jugendfeuerwehr, die in die Einsatzabteilung aufgenommen wurden: Olivia Vomberg, Luca Sattler und Marvin Sabou, ebenso auch für den 18-jährigen Ali Kazim.

 

(2) Die verdienstvollen Feuerwehrleute und langjährigen Vereinsmitglieder, die während der Akademischen Feier geehrt wurden, stellten sich am Ende mit den Ehrgengästen zu einem Pressefoto auf.

 

(3) Die Jugendfeuerwartewarte aus 50 Jahren Jugendfeuerwehr waren nahezu vollständig versammelt. Nur Christopher Schwarz konnte nicht anwesend sein und der erste Jugendwart, Franz Schäfer, lebt nicht mehr.

 

Text und Fotos: Christa Kaddar, erschienen im Rheingau Echo Nr. 19 vom 12. Mai 2016



Die Jugendfeuerwehr Martinsthal wird 50 Jahre alt!



Im Jahre 1966 gründete Walter Gehrig die "Schülerfeuerwehr" - die Jugendfeuerwehr gab es bundesweit erst seit 1964. Somit gehört die JuFw Martinsthal zu den ersten Pionieren der Feuerwehrjugend.

Guido Arnold, damals einer der ersten in der Schülerfeuerwehr und bis heute noch aktiver Feuerwehrmann, erinnert sich: „Während des Unterrichts erschien Ortsbrandmeister Walter Gehrig und verkündete, dass heute Abend das erste Treffen der Schülerfeuerwehr für Jungs ab 10 Jahren stattfindet. Da sind wir dann einfach hingegangen.“

Und so begann die Jugend- und Schülerarbeit in Martinsthal an jenem Abend mit diesen Mitgliedern:

  • Gisbert Linz
  • Armin Krechel
  • Willi Schlink
  • Wolfgang Burkhardt
  • Gerhard Burkhardt
  • Jürgen Dahm
  • Joachim Schmelzer
  • Guido Arnold
  • Michael Arnold
  • Emmerich Müller
  • Helmuth Bösz
  • Karlheinz Krechel
  • Bruno Krechel

Während der ersten Jahre leiteten unter anderem diese Jugendwarte die Jungen Menschen in der Feuerwehr:

  • Walter Gehrig
  • Franz Schäfer
  • Wilfried Klein
  • Wolfgang Diehl
  • Willi Schlink

Im Februar 1967 hatten sich bereits 11 Schüler zur regelmäßigen Ausbildung gefunden.

1981: Festumzug der Jugendfeuerwehr zum 15 jährigen Bestehen in Martinsthal. Angeführt wurde dieser Umzug von damaligen Jugendwart Alfred Kopp. Als eine der ersten Jugendfeuerwehren im Rheingau waren in der Martinsthaler Jugendwehr auch weibliche Jugendliche dabei.

BEI EINEM UMZUG durch die Martinsthaler Straßen würdigten Spielmannszüge und Abordnungen anderer Jugendfeuerwehren das fünfzehnjährige Bestehen der Martinsthaler "Kollegen".
Wiesbadener Kurier am 24. Juni 1981

Juni 1986: Bei Wettspielen auf den Rheinwiesen bei Eltville siegen die "Floriansjünger aus Martinsthal".

Das 20-jährige Bestehen wird 1986 mit einem großen Zelt vor dem Feuerwehrgerätehaus gefeiert. Höhepunkte sind Jobbos Light-and-Sound-Mobildisco, eine Fußgängerortsrallye sowie eine Schauübung der Jugendfeuerwehr. Bei diesem Fest konnten unter Leitung des Jugendwartes Klemens Diehl viele Jugendliche für den Dienst in der Jugendfeuerwehr geworben werden, von denen noch heute viele im aktiven Dienst tätig sind. Auch der Teamgeist zählt bei der Jugendfeuerwehr: Gründer Walter Gehrig wurde geehrt.

April 1988 trafen sich 15 Jugendfeuerwehren aus den Rheingau zu einem Gespräch mit dem Thema Nachwuchssorgen – Daraufhin wurde unser Tag der offenen Tür der Jugendfeuerwehr gewidmet.

September 1988 erkämpfte sich die Jugendfeuerwehr in Idstein zum ersten Mal die höchste Auszeichnung, die Leistungsspange.

1991 gönnen sich die Aktiven Feuerwehrleute zum 130-jährigen Bestehen und die Jugendfeuerwehrmitglieder zum 25-jährigen Jubiläum ein unvergessliches Wochenende in Paris, von dem auch heute noch berichtet wird.

Pfingsten 1992: Zeltlager auf der Westerwälder Seenplatte unter Leitung des Jugendwartes Wolfgang Ernst.

Ab 1993: Mehrfache Besuche unserer Partnerfeuerwehr Wiggensbach im Allgäu unter Leitung des Jugendwarts Markus Ernst.

1994 übernimmt der Verein für die Jugendfeuerwehr das ausgemusterte Löschfahrzeug LF 8/6 der Einsatzmannschaft, um die Ausbildung der Jugend nach Feuerwehrdienstvorschrift FwDV4 weiterhin zu gewährleisten. Mit dem neuen Löschfahrzeug war diese Ausbildung nicht mehr möglich, da dieses Fahrzeug „eine Nummer kleiner“ war. Nur durch diese Fahrzeugübernahme konnte die Serie der erfolgreichen Leistungspangen fortgeführt werden.

1995 erhielt die Jugendfeuerwehr Martinsthal den Jugendförderpreis der Stadt Eltville.

1996: Schauübung der Jugendfeuerwehr am Tag der offenen Tür zum 30-jährigen Bestehen.

2003 bis 2008: In der Ära des Jugendwartes Thorsten Löw wurde aus Vereinsmitteln einheitliche, neue Schutzkleidung angeschafft.

2008 bis 2013: Unter Christopher Schwarz schließen sich die Martinsthaler mit anderen Jugendfeuerwehren zwecks gemeinsamer Erringung der Leistungsspange zusammen. Diese Zusammenarbeit wird noch heute gepflegt, z. B. sammelten viele der jetzigen Jugendfeuerwehrmitglieder ihre erste Feuerwehrerfahrung in der Oberwallufer Bambini-Feuerwehr, von wo sie später nach Martinsthal „übernommen“ wurden.

Seit 2013: Mit nur noch 4 Mitgliedern der Jugendfeuerwehr hat der Jugendwart Christopher Strelow mit besonderer Unterstützung der Aktiven Wehr an „Hotspots“ der Martinsthaler Jugendlichen Übungen durchgeführt. Auf die Frage „dürfen wir mal mitmachen“ folgte schnell die Aufnahme in die Jugendwehr mit aktuell 5 weiblichen und 11 männlichen Jugendlichen. Außerdem wurde der Übungsdienst der Jugendwehr wieder direkt vor den der Einsatzmannschaft verlegt, was zu einer engen Verzahnung mit den Aktiven führte.

Momentane Aktivitäten der Jugendfeuerwehr:

  • Wald von Unrat befreien
  • Leistungsspange erreichen
  • Pfingsten / Fronleichnam: Zeltlager
  • Stadtmeisterschaften
  • Reinigungsaktion Rheinufer
  • 24 Stunden Übung
  • Schauübungen


Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf die gemeinsame Jubiläumsfeier!

Schauen Sie in unser Programm und besuchen Sie uns - wir freuen uns auf Sie!


Ihre freiwillige Feuerwehr Martinstahl


Unsere Jugendfeuerwehr






Hier erfahren Sie einiges über die Wehr und den Verein, sowohl Aktuelles als auch Historisches.


St. Florian als Schutzheiliger gegen Feuergefahr - Holzschnitt von Hans Schäufflein (um 1490 - 1540)